Biologie - die Lehre vom Leben

Die Biologie, die "Lehre vom Leben", beschäftigt sich ganz allgemein mit Lebewesen. Es handelt sich um eine sehr alte Wissenschaft, die ihren Ursprung in frühen Naturbeobachtungen der Antike hat. Sie beschreibt die Entwicklung und Organisation von Individuen und ihre Interaktionen untereinander und mit ihrer Umwelt. Dabei reichen die Untersuchungsobjekte heutzutage von kleinsten zellulären Strukturen, also von der molekularen Ebene, über Gewebe, Organe und ganze Organismen bis hin zu Populationen und Ökosystemen. Auch Untersuchungen mit Tendenz zu angrenzenden Wissenschaften wie Pharmazie, Medizin und Chemie sind möglich. Die Übergänge sind oft fließend.
Eine Wissensvermittlung im Fach Biologie beginnt bereits in der Schule. Ab der 5. Klasse werden Grundlagen wie der Aufbau von Zellen, die Lebensweise von Pflanzen und Tieren, Vererbung und Evolutionsbiologie gelehrt. Eine Ausbildung zum Biologen kann später durch Absolvieren eines Studiums der Biologie erfolgen. Auch ein Studium auf Lehramt ist möglich.
Biologen stehen später vielfältige Berufsmöglichkeiten offen. Die Zahl der Jobangebote im Bereich der reinen Biologie ist allerdings gering, und so treten Biologen nicht selten als Quereinsteiger in den bereits angesprochenen angrenzenden Wissenschaften auf. Sie werden für ihre Fähigkeit geschätzt, in komplexen Zusammenhängen zu denken und arbeiten in Lehre, Forschung und Produktion.

Fachgebiete der Biologie

Da es sich bei der Biologie um ein ausgesprochen weitläufiges wissenschaftliches Feld handelt, unterteilt man sie in zahlreiche Fachgebiete. Auch hier sind allerdings die Übergänge fließend. Keinesfalls sollte man biologische Disziplinen als vollständig voneinander getrennt betrachten. Vielmehr ist es wichtig, Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge hervorzuheben.

Botanik: Die Botanik beschreibt den Aufbau von Pflanzen, ihre Entwicklung, Entstehung und Verbreitung, ihre Lebensfunktionen und ihre Interaktionen mit der Umwelt.

Genetik: Die Genetik befasst sich mit der Beschaffenheit der Erbinformation und ihrer Weitergabe.

Mikrobiologie: Die Mikrobiologie beschreibt den Aufbau und die Lebensweise von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen.

Ökologie: Die Ökologie untersucht Beziehungen zwischen Lebewesen oder von Lebewesen mit ihrer Umwelt. Sie stellt sowohl Interaktionen zwischen Individuen als auch größere Zusammenhänge in Ökosystemen dar.

Physiologie: Die Physiologie hat das Zusammenspiel von Zellen in Geweben, Geweben in Organen und Organen im Körper von Lebewesen zum Gegenstand. Unterschieden werden kann zwischen Pflanzen- und Tierphysiologie.

Verhaltensbiologie: Die Verhaltensbiologie, die auch als Zweig der Zoologie betrachtet werden kann, untersucht das Verhalten von Tieren, und zwar sowohl einzelner Individuen als auch von Populationen.

Zoologie: Die Zoologie beschreibt den Körperbau von Tieren, ihre Entwicklung, Entstehung und Verbreitung, ihre Lebensfunktionen und ihre Interaktionen untereinander und mit der Umwelt.

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