Allgemeines zum Studium der Medizin
Mit dem Medizin Studium bezeichnet man die universitäre Ausbildung, die angehende Ärzte durchlaufen. Das Studium enthält neben den theoretischen Grundlagen viele berufspraktische Aspekte, weshalb es einer Berufsausbildung gleichkommt. Will man nach dem Studium als selbstständiger Arzt tätig sein, so muss man zusätzlich noch eine Fachausbildung in einem medizinischen Teilbereich absolvieren -wie z.B. der Allgemeinmedizin.
Das Medizin Studium ist eines der anspruchsvollsten und begehrtesten Studiengänge und hat eine lange Tradition. So führt die moderne Medizin ihre Wurzeln bis auf den griechischen Heiler Hippokrates und den hippokratischen Eid zurück.
Aufgrund des hohen Ansehens und der guten Verdienstmöglichkeiten, die sich durch ein Medizinstudium ergeben, nimmt der Ansturm auf die Studienplätze immer weiter zu. Die Auswahlkriterien sind dementsprechend hart. 40% der zu vergebenden Studienplätze werden von der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) vergeben. Eine Hälfte der ZVS-Plätze wird anhand der Hochschulreife-Note vergeben, während die andere Hälfte nach der Anzahl der Wartesemester aufgeteilt wird. Die restlichen 60% der zu vergebenden Studienplätze werden von den Hochschulen selbst vergeben.
Inhalt des Medizin Studiums
Die Regelstudienzeit des Medizinstudiums beträgt 12 Semester und drei Monate und ist in zwei Abschnitte aufgegliedert. Während des Medizinstudiums werden soviel unterschiedliche Themen angesprochen und auch Behandlungen an toten Körpern durchgeführt, dass man sich dies nur schwer merken kann. Dazu empfiehlt es sich Fotobücher zu erstellen um alles zu dokumentieren. Alles wissenswerte zu den Fotobüchern erfahren Sie auf http://www.tipp-fotobuch.de. Im nächsten Absatz finden Sie Informationen zum ersten Ausbildungsabschnitt.Der erste Ausbildungsabschnitt -der sogenannte vorklinische Teil- erstreckt sich vom ersten bis zum vierten Semester. Hier erhält der Student die theoretischen Grundlagen für die spätere praktische Ausbildung als Mediziner. Es werden also die natur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin gelehrt. Daneben müssen diverse Praktika in Fächern wie Anatomie, Physik, Chemie etc. absolviert werden. Außerdem sind noch ein Wahlpflichtfach, ein Krankenpflegepraktikum und eine Erste Hilfe Ausbildung nötig, um den vorklinischen Teil mit dem sogenannten „ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung“ abschließen zu können.
Anschließend wird das Medizin Studium im klinischen Teil fortgesetzt. Hier wird eine große Bandbreite an medizinischen Disziplinen, wie Allgemeinmedizin, Chirurgie, Dermatologie oder Innere Medizin unterrichtet. Darüber hinaus muss der Student eine bestimmte Anzahl an Leistungsnachweise in sogenannten Querschnittsbereichen vorweisen können.
Während diesem Teil des Studiums muss der angehende Mediziner in der vorlesungsfreien Zeit auch vier Monate Famulatur absolvieren. Die Famulatur dient dazu, die Medizinstudenten mit ärztlicher Patientenversorgung vertraut zu machen. Zusätzlich wird im letzten Jahr des Studiums noch das "praktische Jahr" absolviert, bei der die im vorangegangenen Studium erlernten theoretischen Grundlagen in der Praxis am Patienten angewendet werden. Dabei unterstehen die Studenten einem ausbildenden Arzt, der sie einweist und betreut.
Nach dem praktischen Jahr folgt der „Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung", der das Studium beendet. Mit erfolgreichem Bestehen dieser Prüfung erhalten die Studenten ihre Approbation als Arzt und dürfen damit praktizieren. Eine Dissertation im Bereich Medizin ist nicht vorgeschrieben, wird aber von vielen Studenten angegangen. Denn im Vergleich zu anderen Studiengängen kann man sehr zügig promovieren und somit den Doktor-Titel erlangen.
Weitere Informationen in Englisch können Sie in unserem englischsprachigen Verzeichnis nachlesen.