Medizinische Fakultäten in Deutschland
Die meisten medizinischen Fakultäten sind Gebäude, die aus Forschungsplätzen, Unikliniken und Lehrbereichen bestehen. Diese dienen dazu, den Medizinstudierenden vom Anfang seines Studium bis zum Staatsexamen und vielleicht noch darüber hinaus die Themengebiete der Medizin zu erläutern und näherzubringen. Die Leitung über eine solche medizinische Fakultät hat generell ein Dekan inne, welcher grundsätzlich das Recht hat, den Absolventen eine Habilitation oder Promotion anzubieten. Die dadurch erreichbaren Titel sind die des Arztes oder Zahnarztes: Dr. med. oder Dr. med. dient. Um jedoch solche Titel erwerben zu können, muss vorher ein Studium an einer der medizinischen Fakultäten absolviert worden sein. Diese Studiengänge sind die Zahnmedizin oder aber die Humanmedizin. Die Pharmazie ist zwar Jahrzente lang Teil der medizinischen Fakultät gewesen, hat sich aber so weit entwickelt, dass sie nunmehr als alleiniges Fachgebiet gezählt wird. Nach der Regelstudienzeit legt jeder Medizinstudent eine Abschlussprüfung ab, die auch als Staatsexamen bekannt ist. Diese müssen vor den staatlichen Prüfungskommissionen absolviert werden. Ist diese Hürde überwunden, hat der Medizinstudent alle Hürden hinter sich gelassen.
Wie haben sich medizinische FakultÄten entwickelt?
Medizinische Fakultäten, wie wir sie heute kennen gab es früher nicht. Aber es gab ähnliche Einrichtungen. Die älteste der medizinischen Fakultäten, die bekannt ist, wurde in Salerno gegründet. Diese existierte im Mittelalter und stellte eine Art Krankenhaus dar, in welcher auch oft geforscht wurde. Anfangs war die Einrichtung nur zu Forschungszwecken genutzt worden. Aber nach und nach erkannte man, dass dies nicht mehr ausreichte und eine Art Heilanstalt entstehen würde. Da im Mittelalter die meisten Studiengänge von heute nicht vorhanden waren, gehörte die Medizin zu einem der wenigen Studiengänge, die man überhaupt studieren konnte. Daneben existierten noch die Theologie, die Philosophie und die Rechtswissenschaften. Diese werden daher auch sehr hoch angesehen und zählen zu den klassischen Studiengängen. Mittlerweile gibt es mehr als nur vier Studiengänge und die medizinischen Fakultäten haben sich in vielen Städten niedergelassen. So existieren heute 36 medizinische Fakultäten alleine in der Bundesrepublik Deutschland. Die wohl bekannteste unter ihnen ist die medizinische Fakultät in Heidelberg, die allein wegen ihres Forschungsschwerpunkts viel Anerkennung verdient hat. Viele essentielle Einrichtungen sind dort vorhanden, wie etwa das Deutsche Krebsforschungszentrum. Auch Institute der Max-Planck-Gesellschaft haben ihren Sitz in Heidelberg, woraus man schließen kann, das Heidelberg in diesem Gebiet führend ist. Doch man sollte die anderen Fakultäten nicht unterschätzen, da auch diese einen hervorragenden Status besitzen, auch auf globaler Ebene. Dies liegt daran, dass besonders medizinische Fakultäten und ihre Forschungen enorme Zuschüsse seitens des Staates erhalten. Daher sind besonders diese Einrichtungen die begehrtesten Plätze in Deutschland, weshalb eine sehr gute Abiturnote erforderlich ist, um überhaupt aufgenommen zu werden.Weitere Informationen in Englisch können Sie in unserem englischsprachigen Verzeichnis nachlesen.