Die Definition der Mikrobiologie

Die Mikrobiologie ist ein Teilgebiet der Biologie. Es handelt sich dabei um die Lehre von den Kleinlebenwesen (Mikroorganismen); diese werden unterteilt in Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen (tierische Einzeller). Im Allgemeinen werden in der Mikrobiologie die Mikroorganismen erst unter einem Mikroskop sichtbar.
Mikroorganismen sind in der Natur weit verbreitet. Einige Bakterien bevölkern auch die inneren und äußeren Oberflächen des menschlichen Körpers; es handelt sich dabei um apathogene Mikroorganismen, denn sie rufen somit keine Erkrankungen hervor. Die Bakterien des Dünn- und Dickdarms sind sogar nützliche Verdauungshilfen, denn sie bilden unter anderem das für die Blutgerinnung wichtige Vitamin K. Eine solche Gemeinschaft zweier Lebewesen wird als Symbiose bezeichnet. Und auch die Bakterien im Darm der Gans sind nahezu harmlos - um noch ein weiteres, anschauliches Beispiel für tierische Mikrobiologie zu nennen.
Auch gibt es Mikroorganismen, welche krankheitserregend wirken und somit pathogen sind; hierzu gehören zum Beispiel die Erreger der bakteriellen Infektions- und der Viruskrankheiten. Lebenwesen, welche auf Kosten eines anderen Organismus leben, nennt man Parasiten; zu ihnen zählen auch mehrzellige tierische Lebenwesen, wie zum Beispiel Gliederfüßer und Würmer.

Die Mikroorganismen in der Mikrobiologie

In der Mikrobiologie werden vier Mikroorganismen unterschieden, auf welche nun eingegangen wird:

Bakterien sind einzellige Mikroorganismen, die sich durch Zellteiling vermehren. Sie besitzen einen eigenen Stoffwechel, sind auf Nährböden züchtbar und sind hinsichtlich ihres Aufbaus von einer Zellmembran und einer starren Zellwand umgeben. Viele Bakterien können sich aktiv mittels kleiner Fortsätze (Geißeln) fortbewegen. Nach ihrer Form unterscheidet man stäbchenförmige Bakterien, kugelförmige Bakterien (Kokken) und spiralförmige Bakterien (Spirochäten). Hinsichtlich ihres Verhaltens gegenüber Sauerstoff findet man aerobe Bakterien, welche den Sauerstoff zum Leben benötigen, und anaerobe Bakterien, die ohne Sauerstoff leben.
Viren besitzen keine Zellstruktur, sondern bestehen lediglich aus einem Eiweißmantel (Kapsid), Nukleinsäuren, welche die Erbinformationen enthalten, und gegebenenfalls einer Hülle. Viren können sich nur mithilfe von lebenden Zellen vermehren. Sie dringen dazu mit ihren Nukleinsäuren in die Zellen ein und verändern den Zellstoffwechsel so, dass dieser neue Viren bildet - daher nennt man diese Art auch Zellparasiten. Die betroffenen Zellen werden dabei als Wirtszellen bezeichnet; sie gehen in Folge der Virusinfektion in der Regel zugrunde.
Pilze (Fungi) haben wie die Pflanzen eine starre Zellwand, einen Zellkern und sind bewegungsfähig. Im Gegensatz zu den Pflanzen sind sie jedoch nicht zur Photosynthese fähig, das bedeutet, sie können Licht nicht zum Aufbau energiereicher Verbindungen verwerten. Pilze sind ungefähr zehn Mal größer als Bakterien. Es gibt insgesamt über 120.000 verschiedene Pilzarten, von denen etwa 100 beim Menschen Krankheiten hervorrufen. Pilzinfektionen deuten häufig auf eine Abwehrschwäche des Patienten hin.
Protozoen besitzen einen deutlich abgrenzbaren Zellkern. Durch diese Art der Mikroorganismen werden vor allem tropische Krankheiten verursacht.
Demnach besitzt die Mikrobiologie eine immens bedeutsame Stellung in der Biologie!

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